Natürlich Ökologisch

Natürlich ökologisch ist für uns nicht nur irgendein Spruch, sondern eine Herzensangelegenheit. In einer Zeit, in der die Folgen des menschlichen Einflusses auf Umwelt und Klima immer mehr in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte rücken, wollen wir als Weingut und Straußwirtschaft unserer Verantwortung gerecht werden.

Das versuchen wir in allen Bereichen.

Im Weinberg – Ökologischer Anbau

Bereits seit über 20 Jahren bewirtschaften wir unsere Rebflächen nach den Kriterien des biologischen Weinbaus. Wir verzichten mit voller Überzeugung auf jegliche Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat, und auf Pflanzenschutzmittel, die in den Saftstrom der Pflanze eindringen und somit auch Rückstände im Wein erzeugen.
Darüber hinaus unterlassen wir seit einigen Jahren selbst den Einsatz der im Bioweinbau zugelassenen Düngemittel. Stattdessen setzen wir auf die bewusste Einsaat von Begrünungspflanzen zwischen den Rebzeilen. Einige diese Pflanzen wandeln den in der Luft vorhandenen Stickstoff in pflanzenverfügbaren Stickstoff um. Dieser wird in den Boden abgegeben und kann dort von den Rebwurzeln aufgenommen werden. Eine mögliche Nitratauswaschung und die damit einhergehende Belastung des Grundwassers findet nicht statt.
Mit dieser und weiteren Maßnahmen versuchen wir einen Kreislauf herzustellen, in der sich die Rebe in der Zusammenarbeit mit anderen Nutzpflanzen selbstversorgen kann und keine Pflanzennährstoffe extern zugeführt werden müssen. Selbstverständlich erzielt man damit keine Höchsterträge, dafür aber eine natürliche Ertragsreduktion.

Neben diesen umweltschonenden Maßnahmen haben wir uns auch vorgenommen, unseren CO2 Ausstoß auf einem Minimum zu halten. Eine wichtige Stütze hierbei ist unser Einsatz von Holzpfählen in den Rebzeilen. Diese haben einen viel geringeren CO2-Fußabdruck als die häufig verwendeten Stahlpfähle. Darüber hinaus minimieren wir unsere Gesamtüberfahrten mit dem Traktor auf unseren Rebflächen durch einen wachsenden Anteil an neuen robusten Rebsorten (sog. pilzwiderstandsfähige Rebsorten). Zu nennen sind bspw. Johanniter, Solaris oder Sauvignac. Bei diesen Rebsorten ist nahezu kein Pflanzenschutz nötig, was den Gesamteinsatz an ökologischen Pflanzenschutzmitteln minimiert und dadurch die Anzahl der nötigen Schlepperüberfahrten reduziert. Letzteres wirkt der Bodenverdichtung entgegen und unterstützt damit die optimale Versorgung der Rebe. Neben diesen Vorteilen lassen sich aus den Trauben dieser neuen robusten Rebsorten natürlich auch ausgezeichnete Weine erzeugen.
Bodenverdichtung spielt nicht nur bei den neuen Rebsorten eine wichtige Rolle, sondern grundsätzlich. In einem verdichteten Boden finden sich weniger Mikro- und Makroorganismen und die optimale Nährstoffversorgung der Rebe ist nicht gewährleistet. Auch deswegen setzen wir auf 100% Handlese, da wir dadurch die Überfahrten mit einem schweren Vollernter vermeiden.

Weinausbau – Veganer Wein?

Häufig kommt die Frage auf: Was macht einen Wein eigentlich vegan? Schließlich handelt es sich dabei um ein Produkt auf Pflanzenbasis. Selbstverständlich ist in keinem Wein irgendein tierisches Produkt enthalten. Das Siegel Vegan bezieht sich auf den Kontakt mit tierischen Produkten während des Prozesses des Weinausbaus. Bei der Filtration und Weinschönung ist es möglich Hühnereisweis und tierische Gelatine einzusetzen. Diese Stoffe verbleiben zwar nicht im Wein, da sie durch weitere Filtrationsprozesse wieder aus dem Wein ausscheiden, aber der Kontakt bestand.
Im Weinausbau verzichten wir vollständig auf jeglichen Einsatz tierischer Produkte und genau das macht unseren Wein Vegan.

In der Straußwirtschaft

In der Gastronomie gehen wir das Thema Nachhaltigkeit von zwei Seiten an. An erster Stelle stehen für uns die Lebensmittel. Hierbei setzen wir zum einen auf biologische Erzeugnisse (bspw. Kartoffeln, Gemüse und Käse) und zum anderen auf Regionalität. Dies kann man an unserer Liste an Partnern entnehmen, welche weiter unten zu finden ist. Damit schaffen wir kurze Transportwege und minimieren den CO2 Ausstoß. An zweiter Stelle hat uns bereits früh die Frage beschäftigt, wie der Energiebedarf einer Gastroküche aus regenerativen Energien gedeckt werden kann. Wir haben uns infolgedessen bewusst für die Elektrizitätswerke Schönau entschieden. Diese versorgen uns bereits seit über 20 Jahren mit grüner Energie. Ergänzend haben wir bereits 2007 eine Photovoltaikanlage auf einem Teil unseres Daches installiert, welche 2021 noch weiter vergrößert wurde. Durch einen Energiespeicher können wir uns zu einem gewissen Teil selbst versorgen.

Selbstverständlich sind wir noch nicht am Optimum, aber wir versuchen diesem jeden Tag etwas näher zu kommen.
Falls Ihr Fragen oder Anregungen bezüglich Bioweinbau oder unseren anderen Nachhaltigkeitsmaßnahmen habt, schreibt uns eine E-Mail an info@weingut-hug.de

Unsere Partner: 

Familie Binder / Lindenbrunnenhof Forchheim / Bio Kartoffeln, Bio Eier, Bio Gemüse, Bio Zwiebeln | Familie Hinterseh / Hofbäckerei Rothaus Breisach / Bio Brot | Familie Rees / Ringlihof Horben / Bio Käse | Familie Vetter / Vetterhof Sölden / Rindfleisch| Schwarzwaldmilch Freiburg / Bio Quark, Bio Sahne, BioKäse | Metzgerei Uhl / Schallstadt | Familie Jung / Teningen / Bio Apfelsaft | Grether Mühle / Sulzburg / Bio Mehl | Familie Scherer / Bad Krozingen / Spargel | Benedikt König / Schwarzwälder Flammkuchen Manufaktur Freiburg / Flammkuchen | Rinklin Naturkost, Eichstetten / Bio Gemüse, Öle, Essig, Bio Kaffee, Bio Zucker, Trockenprodukte | Sonett / Deggenhausen – Bodensee / ökologische Geschirrspülmittel, Seifen, Waschmittel und Desinfektionsmittel.